Hebbelschule Duisburg

Offene Ganztagsschule mit Gemeinsamem Unterricht

Methoden

Methoden

Je nach methodisch-didaktischen Zielsetzungen haben sowohl lehrgangsgemäßer Unterricht als auch Formen offenen Unterrichts ihre Berechtigung. Wir halten es so, dass sich selbst bestimmende Arbeitsphasen (Morgenkreis, Freie Arbeit, Wochenplan) mit lehrgangsmäßigem Unterricht und Übungsphasen abwechseln oder auch vermischen. Geeignete Arbeitsformen des individualisierenden Unterrichts sind die Freiarbeit, die Wochenplanarbeit und der Werkstattunterricht. Freiarbeit wird in allen Klassen praktiziert. Sie nimmt von Klasse zu Klasse jedoch einen unterschiedlichen Zeitraum ein. Mit dem Wochenplan wird in unserer Schule in einigen Klassen regelmäßig, in anderen eher sporadisch gearbeitet. Auch der Werkstattunterricht wird in den meisten Klassen praktiziert. Auf dem Hintergrund der individualisierten Persönlichkeitsstruktur der Kinder wird in den letzten Jahren immer deutlicher, dass offene und lehrgangsmäßige Unterrichtsformen nebeneinander erforderlich sind. Durch das individualisierte Lernen im Rahmen von Wochenplan, Freiarbeit und Werkstattarbeit werden die Kinder verstärkt dort abgeholt, wo sie sich entwicklungs- und lernpsychologisch befinden. Ebenso notwendig bleibt der lehrgangsmäßige Unterricht, der die Kinder herausfordert, individuelle Bedürfnisse und Interessenlagen zu Gunsten eines Gemeinschaftsanliegens zurückzustellen.

Der lehrgangsmäßige Unterricht (gebundener Klassenunterricht) ist stark lehrerzentriert und wird häufig als arbeitsmethodischer Einstieg in ein neues Thema zur systematischen Vermittlung des Lehrstoffes oder beim Erwerb grundlegender Kenntnisse und elementarer Verfahren bevorzugt.

Wochenplan, Freie Arbeit und Werkstattarbeit sind Arbeitsformen, die in besonderer Weise der Forderung der Richtlinien nach Erziehung zum selbstständigen und selbst gesteuerten Lernen nachkommen. Sie orientieren sich an den individuellen Voraussetzungen der Kinder und entwickeln und stärken soziale Verhaltensweisen wie Rücksicht nehmen, Ordnung halten, Hilfsbereitschaft zeigen. Die Kinder lernen ihre Arbeit mehr und mehr selbst zu planen, zu gestalten und zu kontrollieren. Die pädagogische Überzeugung und Einsicht in die Notwendigkeit, offene Arbeitsformen in den Unterricht einzubeziehen, setzt sich immer stärker durch. So ist in den meisten Klassen der Wochenplan (Tagesplan) regelmäßiger Bestandteil des Unterrichts, in anderen Klassen wird er gelegentlich eingesetzt.

Unter Freier Arbeit versteht man im Allgemeinen die freie Nutzung der Spiel- und Lernangebote der Lernumwelt. Die Kinder wählen selbstständig Inhalt, Ziel und Gestaltung ihrer Aktivitäten. Dabei müssen die Themen nicht im unmittelbaren Zusammenhang mit den derzeitigen Unterrichtsinhalten stehen. Freie Arbeit setzt jedoch ein umfangreiches Materialangebot voraus, das im besonderen Maße zu vielfältiger und kreativer Lernaktivität auffordert. Ein angemessenes, pädagogisch gut strukturiertes Freiarbeitsmaterial steht nur zum Teil in den Klassen zur Verfügung, da hierzu die entsprechenden finanziellen Mittel nicht vorhanden sind. So erhalten unsere Kinder in der Regel im Rahmen des Wochenplans Gelegenheit zur Freien Arbeit in einer eingeschränkten Form.

Der Werkstattunterricht ist gekennzeichnet durch ein bewusst geplantes Überangebot an Arbeitsaufträgen, die möglichst viele unterschiedliche Sinne der Kinder ansprechen. Dabei sind die Angebote fächerübergreifend angelegt. Nicht alle Aufträge müssen abgearbeitet werden. Die Kinder wählen gemäß ihren Neigungen und Fähigkeiten aus. Ein individualisiertes Lernen erfolgt hier automatisch durch die Qualität und Quantität der bearbeiteten Angebote.

In alle Bereiche werden ganz selbstverständlich Aufgaben eingebunden, die die Kinder durch Recherchieren im Internet bewältigen können

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