Hebbelschule Duisburg

Offene Ganztagsschule mit Gemeinsamem Unterricht

Förderung im GU

Individuelle Förderung im Gemeinsamen Unterricht

 

Gemeinsamer Unterricht in der sogenannten GU-Klasse:

 

Grundschullehrerin und Sonderpädagogin unterrichten die Klasse für jeweils

14 – 18 Stunden in der Woche gemeinsam.

Etwa fünf oder sechs Schüler haben einen ausgewiesenen sonderpädagogischen Förderbedarf.

Je nach Förderschwerpunkt sind im Unterrichtsalltag ganz unterschiedliche Differenzierungsmaßnahmen, Lern- und Arbeitshilfen notwendig. 

Oberstes Primat ist die Gemeinsamkeit, das gemeinsame Lernen so weit wie möglich.

Es gibt keine besonderen Vereinbarungen zur Arbeitsweise im Team, jedes Klassenteam entscheidet selbstständig unter Berücksichtigung der Lernbedingungen und -bedürfnisse der jeweiligen Kinder über Aufgabenteilung und Arbeitsorganisation.

Folgende Maßnahmen zur individuellen Förderung können besonders im Rahmen des Gemeinsamen Unterrichts vorkommen:

 

 

1. Individuelle Hilfen zur Unterstützung im Gesamtunterricht

Individuelle Verständnishilfen, Aufmerksamkeitsimpulse, Reizisolierung, Wiederholung und Vereinfachung von Aufgabenstellungen, Anpassung der Lernumgebung, Gewähren von Auszeiten oder zusätzlichen Pausen sind durchgängige Maßnahmen, die die Sonderpädagogin (oder einer der beiden Teamlehrer) je nach Notwendigkeit im Gesamtunterricht ständig leistet.

Auch die individuelle Reflexion des Lern- und Arbeitsverhaltens nach abgesprochenen Zeiträumen, die individuelle Konfliktbewältigung gehören in einigen Fällen hierzu.

 

 

2. Individuelle Aufgabendifferenzierung

Aufgaben und Lernangebote der Grundschule werden an die individuellen Arbeitsmöglichkeiten und Lernvoraussetzungen eines Kindes angepasst. Dies kann von Reduzierung der Aufgabenmenge oder Arbeitsschritte bis zur Bereitstellung zusätzlicher Hilfen und größerer Zeitfenster reichen.

Beispielsweise erhält ein Kind, das im Förderschwerpunkt Lernen unterrichtet wird, eine von der Sonderpädagogin individuell erstellte Textfassung der Ganzschrift, die die Klasse gerade liest und bearbeitet. Auch die Arbeitsaufgaben zum Text werden - wenn notwendig – anhand der Möglichkeiten und der im Förderplan ausgewiesenen individuellen Ziele des Kindes entwickelt und zum passenden Zeitpunkt bereitgehalten.

 

 

3. Individuelle Förderung durch Kooperation

In kooperativen Arbeitsformen ergeben sich gute und sinnvolle Differenzierungsmöglichkeiten durch die Aufgabenteilung. Alle lernen voneinander, wenn jeder seine Stärken einbringen kann.

Jeder Schüler übernimmt die Aufgaben, die für ihn geeignet sind. Dabei wird so geplant, dass jeder Schüler auch einmal Helferrollen oder wichtige Organisationsaufgaben übernehmen kann.

 

 

4. Individuelle Förderung durch Auswahl

In offenen Unterrichtsformen wie in Freiarbeitsphasen, beim Stationenlernen und im Werkstattunterricht werden ohnehin Aufgaben zur Auswahl angeboten, die allgemein oder speziell den Lernbedürfnissen der Kinder mit ausgewiesenem Förderbedarf entsprechen. Aber auch in Fächern und Lernbereichen, die oft gemeinsame Klassenaktivitäten erfordern, besteht zum Beispiel bei Kindern mit den Förderschwerpunkten Sehen, Hören oder Körperliche und motorische Entwicklung die Notwendigkeit individueller Maßnahmen.

Alternative Lösungs-, Gestaltungs- oder Handlungsmöglichkeiten können den Schülern mit Förderbedarf, aber auch der gesamten Klasse zur Auswahl angeboten werden. So wird vermieden, dass nur bestimmte Schüler z.B. im Kunstunterricht, in Musik oder im Sport eine Aufgabendifferenzierung erhalten.

 

 

5. Individuelle Förderung in Kleingruppen oder in Einzelarbeit

Besondere Übungseinheiten, zum Beispiel Konzentrationstraining, Wahrnehmungs- oder Sprachförderung werden evtl. in Kleingruppenarbeit angeboten. Dabei können jedoch auch Kinder teilnehmen, die keinen ausgewiesenen sonderpädagogischen Förderbedarf haben.

Phasenweise kann jedoch auch auf diese Weise an einem Thema mit Kindern, die Förderschwerpunkte § 5.1 (Lernen und Entwicklung) bzw. § 6 GG (Geistige Entwicklung) aufweisen, zieldifferent gearbeitet werden.

§ 19, 2 AO-SF sieht eigens vor, dass für die Förderung von Schülern in verschiedenen Bildungsgängen auch Unterricht durch Formen äußerer Differenzierung stattfindet.

 

Alle GU-Klassen verfügen für diese Zwecke über einen Nebenraum.

 

 

Einzelintegrationen:

Einige Schüler der Hebbelschule haben einen sonderpädagogischen Förderbedarf, befinden sich aber in Regelklassen. Diese Kinder werden zielgleich gefördert.

Das bedeutet, der Förderschwerpunkt besteht bei den zurzeit beschulten Kindern in § 5.3 (Emotionale und soziale Entwicklung) bzw. § 7 (Körperliche und motorische Entwicklung) AO-SF.

Für zwei oder drei Stunden in der Woche unterstützt ein Sonderpädagoge die Klassenlehrerin durch Beobachtung, Beratungsgespräche mit Kollegen und Eltern, Koordination von Hilfen, Eruieren von Förderzielen und Bereitstellen von Arbeitsaufgaben, Absprachen mit dem etwaigen Integrationshelfer und natürlich auch Arbeit mit dem Kind. 

 

 

Unterstützung der individuellen Förderung durch Integrationshelfer:

Einige Schüler haben einen Integrationshelfer, der im Rahmen der Eingliederungshilfe bewilligt wurde, um den Schulbesuch des Kindes möglich zu machen.

Dieser unterstützt die Arbeit der Lehrerinnen je nach Bedarf des Kindes. Hierzu gehören evtl. Handreichungen, Organisation des Arbeitsplatzes, Hilfe bei der Ausführung von Arbeitsanweisungen, Durchführen einer vom Sonderpädagogen konzipierten Übungseinheit, Begleitung im Schulgebäude, aber auch Steuerungshilfen zur Bewältigung sozialer Situationen im Schulalltag.

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